POP is honest and so am I verstehen?

Dezember 3, 2009

Wurde in Vergangenheit schon öfters über eventuell schwer zugängliche Ausstellungen geredet, und hab ich es trotzdem bis jetzt noch nicht so erlebt, dann ist es hier definitiv das erste Mal.

Beim Betreten der Claudia Groeflin Galerie wurden wir von einem jungen Herrn darauf hingewiesen, dass es oben und unten einen Ausstellung gebe. Die Nachfrage ergab, dass sie thematisch zusammengehören und es sich also um die Ausstellung von Fabian Chiquet “Pop is honest and so am i” handelt.

Im Erdgeschoss befanden sich also verschiedene Bilder an den Wänden, zusammengestellt oder geleimt. An mehr kann ich mich auch schon nicht mehr erinnern und das einzige Foto, dass ich gemacht habe ist mir auch abhanden gekommen. Einen Stock tiefer hingen noch mehr Bilder an den Wänden, es lief Musik und man konnte sich ein Video anschauen.

Ich gebe zu, ich hätte es ja versuchen können mich mehr auf die Ausstellung einzulassen, aber ich konnte und wollte es einfach nicht.
Auf dem Boden wurde mit Klebeband “We know what you want from us”, aber nicht mal da bin ich mir noch sicher. Erstens hab ich die erste Datei in der ich das aufgeschrieben habe aus Versehen gelöscht und zweitens war es auch nicht so einfach das zu entziffern.

Meine Begleiterin fand die Ausstellung an sich verständlicher als ich. Gut, dachte ich mir, dann probiere ich es halt auf meine altbewerte Methode der ausfürlichen Informationsbeschaffung. Aber auch das brachte mich diesmal nicht wesentlich weiter. Dort erfahre ich nur, dass sich Fabian Chiquet mit dem Thema der Selbstinszenierung in der Populärkultur auseinandersetzt und selbst dieser Thematik ausgesetzt ist aufgrund seiner eigenen Band “The Bianca Story”. Sein Schaffen wurde massgeblich, hört hört, von z.B. Lady Gaga beeinflusst. Auch das geht an mir vorbei. Bis vor etwa einer Woche wusste ich nicht mal, was diese Dame für Lieder singt.
Die Zeichnungen seien Interpretationen von Pop-Themen wie Bühne, Musik, Performance und Selbstdarstellung. “Sie halten den Ausdruck von Macht und Ruhm in einer bewussten Pop-Ästhetik fest.”

Es tut mir leid, aber ich konnte mit dieser Ausstellung nichts anfangen, aber versucht habe ich es auch nicht wirklich. Ich werde mich bessern, versprochen!

Förrlibuckstrasse 62 irgendwo in Zürich

Dezember 3, 2009

Da gibt es also im Nirgendwo von Zürich ein sagen wir Bürokomplex in dem sich unter anderem auch die Masterstudenten Medien & Kunst und Theorie hin verirren müssen.

So auch wir! Herumgeführt wurden wir von Kostas Manolakis, selbst ein Masterstudent Medien & Kunst. Man kommt also in das Stockwerk in dem sich die ZHdK einquartiert hat und wird erstmal an alte Schulzeiten erinnert. Also zumindest meine alte Schule war auch mit diesem komisch riechenden, aussehende und auch anfühlenden Teppichen bestückt. Nach zwei wieteren Glastüren kommt man in einen Vorraum, mit obligatorischen schwarzen Brett und einen seltsam wirkenden kleinen Schrain vor einer der Säulen.

Nun werden wir durch zahlreiche Räume geführt, in denen sich die Atelierplätze der Studierenden befinden. Erinnern tut mich das ganze an besetzte Häuser, wo sich jeder sein eigenes kleines Reich zimmern und abgrenzen muss. Einer der Studierenden antwortet auf die Platzfrage bzw. -verteilung ungefähr so: Mit Ellenbogeneinsatz erhält man seinen Platz je nachdem also! Die Plätze sich von chaotisch bis doch noch recht ordentlich. Für viele ist auch der einzige Atelierplatz, den sie haben. Andere wiederum besitzen noch einen “Eigenen” ausserhalb der Uni.

Der erste und einzige Gesprächsbereite ist Bildhauer, macht den Master in Theorie und ist wohl auch nicht mehr der Jüngste. Was mich prompt zur Frage bewegt, warum er jetzt denn noch den Master mache?
Er meint nochmals, dass er sich immer noch klar als Bildhauer definiere, aber er wollte seiner Arbeit noch eine theoretische Grundlage geben und somit auch mehr eigene Reflexion ermöglichen. Gut, verstehe ich!

Es gibt einen Raum, in dem jeder je nachdem ob man muss oder will seine Arbeit präsentieren kann. Schön ist er nicht, aber es geht ja um die Arbeit an sich. An sich kann man laut Kostas sehr frei arbeiten und bekommt auch immer ohne Probleme Termine bei den Professoren, um die Arbeit zu besprechen. Auch sei man nicht an einen Mentor bebunden, sondern hat sozusagen gleich mehrere zur Auswahl. Es gibt auch keinen Zwang z.B. Ausstellungen machen zu müssen wenn ich mich recht entsinne, aber wenn man eine hat, reisen Dozenten auch gerne mal dorthin um sie sich anzuschauen.

Hmm, was ist noch bei mir hängengeblieben, eigentlich nicht viel, da mich der Studiengang auch nicht interessiert. Nur soviel, es scheint mir ein Recht bunter Haufen zu sein, sei es aus welcher Kunstrichtung sie kommen, was sie zuvor schon gemacht haben, wie weit sie das schon gebracht hat und wahrscheinlich auch was sie sich von diesem Master erwarten!

Love Is The Rhythm – Porn Is The Beat

November 26, 2009

Betritt man das Haus der Ausstellung und schleicht sich das Treppenhaus hoch, weil man erstmal das Gefühl hat falsch zu sein, begegnet man zuerst einer Videoprojektion. Dort wird ein Video abgespielt, das die Strasse des Sihlquai bzw. die dort agierenden leichten Damen mit einer Wärmekamera aufgenommen zeigt. Die Lust sich das anzuschauen vergeht recht schnell, da so viel ja nicht zu erkennen ist, aber für eine interessante Idee halte ich es trotzdem. Warum? Gute Frage! Sollten denn die Körper und die wärmen Stellen anders gelagert sein als bei anderen? Vielleicht weil es sich hier um Damen und Herren handelt, die sich dem sexuellen Gewerbe bedienen? Wahrscheinlich sonst würde es zumindest für mich keinen Sinn machen. Ich hab aber auch noch nie andere, „normale“ Leute mit einer Wärmekamera aufgenommen gesehen habe. Nun gut, mehr als zwei Minuten hab ich mir es auch nicht angesehen. Diese Videoarbeit ist übrigens Andy Storchenegger und nennt sich „Thermostrich“. Zu ihm selbst lässt sich auf Anhieb nicht viel finden im Internet, also bleibt es bei diesen spärlichen Infos.

Ein letztes halbes Stockwerk höher betritt man nun direkt die Ausstellung, damit meine ich, dass man wirklich sofort in dem Ausgestellten steht.
Das erste was man also sieht, ist ein Zimmer, auf den ersten Blick auf jugendlich und männlich getrimmt.

Ich finde es schon komisch, dass ich das Zimmer ohne es zu wissen sofort als ein männliches erkenne. Gut für die Künstlerinnen, denn das wollten sie. Laut Pressetext haben sie das Zimmer mit einem 14jährigen Mädchen und einem 16jährigen Jungen konzipert und er sollte dabei “möglichst originalgetreu wiedergegeben” werden.

Weiterhin sagen sie, dass “heranwachsende Männer mit noch viel mehr Vorurteilen konfrontiert” sind und werden “über die Medien zumeist als trink- und sexsüchtige Täter porträtiert”.

Mmh, sie werden mit Vorurteilen konfrontiert und als trink- und sexsüchtig porträtiert?

Ich weiss nicht ob man das auf dem einen Bild erkennen kann, aber dort liegt auf dem Boden eine Packung Ritalin. Ich denke, jeder weiss bescheid über dieses Zeug, wurde in letzter Zeit ja auch oft in Medien thematisiert. Dann kommt wohl noch hinzu, dass sie Tabletten süchtig sind. Ob ihnen das vielleicht das 14jährige Mädchen oder der 16jährige Junge gesteckt haben? Fraglich! Es finden sich natürlich auch Kondome im Zimmer, es ist unaufgeräumt, ein Liebesbrief eines Mädchens liegt auf dem Nachttisch, Reste einer Pizza liegen herum und auf dem Schreibtisch steht der aufgeklappte Laptop mit der YouTube-Seite offen.

Ich dachte eben auch das seien alles Vorurteile. Ich weiss aber auch die Intention der Künstlerinnen nicht: Wollten sie selbst mit diesen Vorurteilen und noch weiteren arbeiten und damit den sogenannten „boyroom“ ausgestalten oder war es Ihnen selber nicht bewusst, dass diese Vorurteile sich längst auch in ihre Köpfe und Arbeit eingeschlichen haben?

Mir ist bewusst, dass sie versucht haben ein typisches Zimmer darzustellen und das ist Ihnen ja auch gelungen, ich zumindest habe es ja sofort als solches erkannt. Es ist Ihnen auch gelungen in diesem Zimmer aufzuzeigen in welcher Welt Jugendliche leben, aber diese fand ich eben etwas übertrieben. Die Künstlerinnen finden, dass die heutige Jugend in Zeitungen oft als pervertiert, also laut Definitionen andersartig veranlagt und empfindend, dargestellt wird. Wenn ich mir das Zimmer anschaue, dann sind sie als typische Bewohner solcher Zimmer zumindest andersartig als ich in dem Alter.

Im direkt anschliessenden und offenen Raum sieht man einige Stangen, die zwischen Decke und Boden befestigt sind, zwei paar von der Decke hängende und sozusagen bekleidete Frauenbeine, zwei TV-Geräte, die das an der Eröffnung aufgenommenen Video der Performance in diesem Raum zeigen und ein Haufen Teddybären auf dem Boden.

Bei dem abgespielten Video handelt es sich wie gesagt, um die aufgenommene Performance an der Eröffnung. Dort haben sich zwei junge Damen zu der Musik von carmina burana und der Aufnahme kurz vor dem Finale bei der Castingshow musicstars, glaube ich, sagen wir mal rhytmisch um die Stangen bewegt. Was die Einspielung dieser Tonspuren angeht, weiss ich nicht genau bescheid. Ich weiss nur, dass es das musicstars Finale ist und es aber nicht bis zum echten Finale in der Show zu hören ist, sondern immer wieder von vorne beginnt.
Die beiden Frauen betreiben das „an der Stange tanzen“ privat als Sportart. Warum auch nicht, kann mir gut vorstellen, dass es allerhand Muskeln in Anspruch nimmt.
Und gefragt hab mich dann auch, ob manch einer das wohl als verwerflich ansieht, dass man so was heutzutage auch als Sportart betreiben kann, wo doch das „an der Stange tanzen“ aus der schmutzigen Ecke kommt? Ja, ich weiss das es aus dieser Ecke kommt und finde es nicht verwerflich! Was hat den Geld ausgeben in einem Fitnessclub für solch einen Kurs und dabei noch schwitzen noch mit der schmutzigen Ecke zu tun? Meiner Meinung nach, gar nichts. Soll doch jeder den Sport betreiben den er will, ganz egal welchen Hintergrund dieser besitzt, solange kein anderen zu Schaden kommt.

Zu einem richtigen Höhepunkt kam es in der Performance anscheinend nie, da ja immer nur die akkustische Aufnahme von musicstars kurz vor der Entscheidung zu hören ist, wer nun gewinnt. Doch am Ende der Performance setzen sich die Damen noch eine Discokugel auf dem Kopf.
Gefragt hab ich mich schon was das soll und sozusagen klar wurde es mir erst bei Nachfrage. Die Discokugel reflektiert ja nun mal Licht in das anwesende Publikum. Es bestrahlt oder bespritzt sie, wenn ich das richtig verstanden habe?

Die am Boden liegenden Teddys waren für das Publikum da, um sie auf die “Bühne” zu werfen, aber anscheinend fühlte sich keiner dazu aufgefordert.

Der dritte und letzte Teil umfasst eine Holzwand mit kleinen Löchern durch die verschiedene Handydisplays zu erkennen sind.

Dieser Raum hat mich ehrlich gesagt am wenigsten interessiert und ich konnte ihn auch nicht wirklich in Verbindung mit den anderen beiden bringen. Es sind Bilder, auf die die Künstler bei ihrer Recherche im Internet gestossen sind. Die Künstlerin selbst meinte, es sei erschreckend wie schnell man bei solchen Recherchen auf Kinderpornografie stosse. Die Bilder wurden von ihnen im gif-Format animiert, wie es in den Anfängen des Internets auch benutzt wurde. Möchte über den Raum aber eigentlich nichts weiter sagen, er hat mich eben nicht wirklich interessiert.

Auf YouTube bin ich noch, bei der Suche nach Infos zu dieser Ausstellung, fand ich eine Playlist namens Love is The Rhythm – Porn Is The Beat. Also eine Sammlung von den Dingen, die sie selbst bei ihrer Recherche im Internet begegnet sind.

Kommen wir nun mal dazu, wie das Ganze auf mich gewirkt hat. Eigentlich fand ich die Ausstellung, ausser den dritten Raum, recht verständlich. Das heisst ich könnte mir dabei ohne grosse Schwierigkeiten was aus den Fingern saugen, sozusagen eine bzw. meine Meinung dazu finden und mir auch Sachen erklären nach meiner Logik und meinem Verständnis. Aber im Gespräch mit der Künstlerin stellte sich doch heraus, das einige Dinge von Ihnen wohl anders gedacht waren als ich sie mir ausmalte. Das macht aber nichts, finde ich, jedem das seine! Den ich glaube, dass ich einen Teil den sie damit erreichen bzw. darstellen wollten auch in ihrem Sinne aufgenommen habe, ohne alles so deuten zu müssen, wie es eigentlich intendiert war.

Für mich bestand eine Verbindung der beiden ersten Räume miteinander, nicht nur raumtechnisch gesehen. Auf der einen Seite das jugendliche Zimmer mit der Möglichkeit sich jeder Zeit via Internet irgendwelche Sachen anzuschauen, die sonst einer Altersbeschränkung unterliegen wurden und auf der anderen Seite die medialinszenierte oder – begleitete Darbietung zweier leichtbekleideter Frauen, zum Greifen nahe. Die direkte Verbindung der beiden Räume bestand für mich auch aufgrund der Teddybären. Dort tanzen zwei junge Frauen auf der Bühne und es sollen Teddybären auf die Bühne geworfen als Ausdruck der Begeisterung. Ich bin 26Jahre und möchte gewiss keine Teddybären mehr geschenkt bekommen.
Aber vielleicht diese Jugendlichen die sich auf der Bühne, sei es bei irgendwelchen Castingshows oder sonstigen modernen TV-Formaten, auf der Bühne leicht bekleidet und aufgestylt einem Publikum darbieten, welches vielleicht auch mal ganz andere Interessen dabei hat als ihnen beim hübschen singen zu zuhören. Für mich hat das gezeigt, dass man gar nicht mehr lang suchen muss um seine Reize jeglicher Art zu befriedigen, es wird ja eh alles schon in Formaten angeboten, die jeden zugänglich sind und von keinem kontrolliert wird.

Dies war übrigens eine Ausstellung in der Stiftung Binz39 und die Abschlussausstellung der Stipendiatenzeit von Anet Hofer in Zusammenarbeit mit Brigitte Dätwyler und einer Videoarbeit von Andy Storchenegger.

Unter dem Motto „Kunst braucht Raum und Raum braucht Kunst“ stellt die Stiftung BINZ39 7 Ateliers für jeweils zwei Jahre jungen Künstlern und Künstlerinnen zur Verfügung. Damit soll das künstlerische Schaffen vor Ort gefördert werden. Der Ausstellungsraum an sich ist recht gross und alle Beteiligten zeigen dort früher oder später ihre Abschlussausstellung.

Marcus Coates-der moderne Schamane?

November 4, 2009

Marcus Coates, 1968 geboren, studierte Fine Art und nahm laut dem Frieze Magazine http://www.frieze.com/issue/article/focus_marcus_coates/ an einem Wochenend-Kurs teil, in dem er in die alten Methoden des Schamanismus eingeführt wurde.

Grund genug sich eine oder zwei seiner Performances in der Kunsthalle Zürich http://www.kunsthallezurich.ch/ anzuschauen.

Im dazugehörigen Pressetext wird seine Arbeit wie folgt beschrieben:
Er untersucht demnach in seinen Performances menschliche und soziale Fragestellungen und “führt quasi schamanistische Akte zur Beantwortung drängender Fragen in Performances durch, in denen er sich in Halb- oder Ganzkörpermaske in einen Dialog mit der Seinsform von Tieren versetzt und deren Stimmen wieder in unsere Sprache übersetzt”. Kurz gesagt, soll es sich bei seinen Performances um einen “Wissenstransfer von nicht-menschlichem zu menschlichem Bewusstsein” handeln.

Bei seiner ersten Performance gab es noch ein kurzes einführendes Gespräch mit ihm.

L1120056

Er erklärte, dass es darum geht ihm Fragen im vorhinein zu stellen, die man nicht mit ja oder nein beantworten kann. Diese wiederrum versucht er dann in seiner Performance zu beantworten. Nach dieser kleinen Unterhaltung ging es zurück in den Raum und er begann seine Performance. Zu seiner “Ausrüstung” gehörte unter anderem ein Laptop, einen Ansammlung von farbigen, länglichen Luftballons, ein Radio, ein Aufnahme- und Abspielgerät und ein Flipchart, auf dem die zu beantwortende Frage stand:

“What is hunger?”

L1120058

Zuerst begann er mit einem grossen Luftballon Töne zu machen, wie es jedes Kleinkind schon getan hat, und diese aufzunehmen und in einem Loop immer wieder abzuspielen. Nach einer Zeit schaltet er das Radio ein und lies es alles miteinander die ganze Performance lang laufen.

L1120074

Dann setzt er sich eine Augenmaske und bespuckt die auf dem Boden liegenden Luftballons mit Wasser.

L1120082

Damit beginnt seine Performance eigentlich erst richtig und er bleibt erstmal ruhig vor den Ballons stehen, wirkt dabei aber sehr konzentriert. Irgendwann fängt er an sich zu bewegen bzw. seine Gliedmassen zu lockern, wenn man so will. Kurze Zeit darauf bewegt er sich etwas durch den Raum und beginnt mehrmals auf seinen Fingern zu pfeifen. Mit einem leicht verstörten Lachen im Gesicht begibt er sich nun auf den Boden und sucht nach den Luftballons, die er wiederum erst findet nachdem man sie ihm zureicht. Im Nachhinein erklärt er dazu, dass er einfach die Orientierung verliert im Laufe seiner Performances.

Er fängt nun an diese zu verknoten, steht dabei wieder auf und setzt sich wieder um sich selbst sozusagen mit den Luftballons zu verknoten.

L1120104

Dabei gehen einige Luftballons kaputt und die Performance neigt sich dem Ende. Nach der Performance erklät Coates was er auf seiner “journey” erlebt hat. Er sei auf einer grünen Wiese gelaufen und irgendwann an eine Klippe geraten, auf der Vögel sassen. Laut Coates würden Vögel normalerweise an Küsten umherfliegen, um nach Nahrung zu suchen. Diese aber blieben sitzen, weil sie anscheinend nicht das Bedürfnis dazu hatten. Als er sich umdreht sieht er eine Art Steppe, wie er sie in Afrika etwa vermuten würde. Das Wesentliche an diesem Bild ist, dass er dort beobachten kann wie eine Giraffe gerade gebärt und sich das Neugeborene sofort auf die Suche nach den Muttermilch macht.

L1120105

Er versucht nun, das Gesehene oder sagen wir das Erlebte zu interpretieren und somit die Frage “What is hunger” zu beantworten.
Kurzes Fazit dazu ist, dass Hunger ein Teil von allen Lebewesen ist und nicht für sich alleine steht.
Seine Antwort bekommt die Person, welche die Frage gestellt hat, von ihm per Mail zugestellt.

Hätte ich nur die Performance gesehen, ohne mit ihm davor und danach gesprochen zu haben, hätte ich bestimmt grosse Mühe damit gehabt mir einen Reim daraus zu machen. Meiner Meinung benötigt es unbedingt die darauffolgende Auseinandersetzung mit dem Gesehenen, sonst bleibt es einfach nur eine Performance mit komischen Geräuschen und einem Typen der sich irgendwie zum Affen macht. Und genau diese Auseinandersetzung hat ihn mir und auch seine Art der “Kunst” sympathisch gemacht, woraufhin ich mir noch eine zweite Performance von ihm ein paar Tage später angeschaut habe.

Die Frage war diesmal:

“Does Travelling bring you real freedom?”

Diesmal war seine Ausrüstung leicht anders. Das einzige was gleich war, war der Radio, den er einspielt. Laut Coates benützt er immer andere Gegenstände für seine Performances und braucht eben keine Bestimmten dazu. Sie haben für ihn keine eigene Aussagekraft sondern sind einfach nur Werkzeuge.
Wieder wirkt er nach einer gewissen Zeit wie in Trance versetzt und begibt sich wieder auf seine “journey”. An dieser Stelle gehe ich nicht weiter darauf ein, was er diesmal erlebt hat, sondern möchte noch ein bisschen über sein Kunstverständnis und das Verständnis seiner Arbeit schreiben.

Coates sagt, er sei schon seit seiner frühesten Kindkeit an Tieren interessiert und sieht eine gewisse Verbindung zu diesen. Als Beispiel nennt er die Maus. Sie sei ja nun mal mehr Mensch als irgendetwas anderes. Seine Arbeit sieht er durchaus als “fundamental religious” an und sieht sie als eine Art Meditation an. Für ihn ist es wie “to create god out of yourselve” und “testing out his own trust in his imagination”. Dabei beansprucht er keineswegs Wahrheit für seine Arbeit.

Ob man seine Performance als Kunst betrachtet oder nicht interessiert ihn nicht. Es geht ihm vorallem um die Fragen, über diese soll nachgedacht werden. Und für ihn ist Kunst “the only structure in which he can work or do this”. Kunst in der Gesellschaft ist für ihn ein Luxus, aber er glaubt es braucht einen anderen Wert als diesen.

Seine “quasi schamanistische Akte zur Beantwortung drängender Fragen” haben mich sehr beeindruckt. Nicht unbedingt die Art und Weise der Performance, aber seine Haltung und Reflexion darüber. Noch Fragen?

Spaziergang mit San Keller oder “der Führer (Grossmünster) ist nicht umsonst”

Oktober 18, 2009

Letzten Sonntag (11.10.09) stand ein Stadtspaziergang in der Stadt Zürich mit dem Künstler San Keller auf dem Programm.

Erstmal ein wenig zum Künstler selbst und zu den Veranstaltern dieses Spaziergangs. San Keller am 19.Januar 1971 geboren studierte Bildende Kunst an der ZHdK, wohnt und lebt in Zürich. Laut der Seite der Veranstalter http://kunstpassanten.ch/projekt/beteiligte/ hat sich San Keller “national und international mit seinen partizipativ-ephemeren Aktionen und seinen poetisch-witzigen Objekten einen Namen gemacht”.

Schaut man sich die Seite von San Keller selbst an http://www.museumsankeller.ch/ ,sieht man als erstes ein recht tristes Mehrfamilienhaus, in dem sich das Museum San Keller befinden soll.

Museum

Klickt man sich nun weiter kommt man auf das Inhaltsverzeichnis der Seite und findet unter “Die Informationen” das Team. Man sieht Mariane und Fritz Keller, die Eltern, auf dem Sofa vor dem Fernseher sitzen und in der Mitte der Beiden sitzt San Keller mit der Fernbedienung in der Hand. Alle drei sind am lächeln und schauen dabei in den Fernseher. Vermutlich im Wohnzimmer der Eltern. Mutter Keller wird als Sammlungskonservatorin und Vater Keller als Geschäftsführer vorgestellt.

Die Seite hat noch manch anderes zu bieten, wie zum Beispiel das Spiel “Memosan”. Ein recht einfaches Memoryspiel, jedoch mit Bildern von Werken und Aktionen von San Keller.

Unter diesem Link www.kunstverein.ch/uploads/…/WERKVERZEICHNIS_2005_09.pdf findet man ein recht ausführliches Werkverzeichnis. Zwar nur aus dem Jahre 2005, aber es gibt doch schon einen schönen Überblick über sein Schaffen.

Kommen wir nun zu den Veranstaltern dieses Spaziergangs. Der link hierzu wäre http://kunstpassanten.ch/ . Auf der Homepage erfährt man, dass es sich um “ein kuratorisches, vermittelndes Projekt zur Kunst im Stadtraum Zürich, das die Erfahrung desselben durch die Praxis des Spazierens und des Erzählens thematisieren will.” Das ganze Projekt ist in Zusammenarbeit mit Andrea Mena und im Rahmen des MAS Curating der Zürcher Hochschule der Künste entstanden.

Dazu laden sie verschiedende KünstlerInnen und TheoretikerInnen ein, die während dieser Spaziergänge Kunst im öffentlichen Raum und Entstehungsprozesse von öffentlichen Räumen thematisieren bzw. thematisieren lassen wie San Keller, aber dazu später.

Ein Ziel des Ganzen ist es, laut Kunstpassanten, eine neue Praxis des Ausstellens und auch eine andere Art der Kunstrezeption zu präsentieren. Ein weiteres Ziel ist es eine neue Sicht auf die Stadt und ihre Kunstwerke zu ermöglichen.

San Keller hat dies dadurch ermöglicht, indem er sich selbst eher zurückgenommen hat und am Anfang des Spaziergangs nach Freiwilligen gefragt hat, welche einen Raum, ein Kunstwerk oder sonstiges vorstellen wollen. Aber nicht ohnen auch eine Art extrinsischen Anreiz dazu zu bieten. Seine 800 Franken Honorar verteilte er unter den Vortragenden, einzige Bedingung: Sie müssen natürlich bis zum Schluss bleiben!

Treffpunkt war im Hauptbahnhof unter der Nana von Nikki de Saint Phalle. Nachdem sich genügend Freiwilllige gemeldet haben und der erste Ort bestimmt war, bewegte sich die recht grosse Gruppe langsam durch die Bahnhofsstrasse in Richtung Max Bill`s Granitskulptur.

Diese wurde von einem Studienkollegen vorgestellt bzw. gab es viele Infos zu Max Bill selbst und eine Dame konnte sich den Kommentar nach den ersten Ausführungen nicht verkneifen und fragte: “Und kannnst du noch was zu der Skulptur sagen?”

L1110876-1

Nicht wirklich, aber um das geht es ja auch nicht unbedingt. Aufmerksamkeit erregt dieses Reisegrüppchen auch bei Jungendlichen, die sich kurz dazugesellen, aber das ganze eher skeptisch und belustigend beobachten.

L1110880-1

Wenn wir schon dabei sind, was kann man über den Altersdurchschnitt sagen? Nun ja, im Endeffekt war alles dabei, von 20-70Jährige. Auffallend war jedoch, dass hauptsächlich die älteren Semester sich zu Wort gemeldet haben.

L1110902-1

Laut San Keller ist der öffentliche Raum sehr gross und vielfältig. Was sich bestimmt auch dieser Herr gedacht hat, als er uns durch einige Hinter- bzw. Innenhöfe geführt hat. Vorgestellt hat er sich als Biologe und Kulturbeobachter, aber sein Name ist mir leider entfallen.

L1110895-1

In dem zweiten Hinterhof forderte er die Beteiligten auf: “Ziehen wir es uns rein mit allen Sinnen! Auch akustisch.” Das heisst eine recht grosse Gruppe von Menschen steht in einem Hinterhof, der meiner Meinung nach nicht mal irgendetwas Besonderes hatte, zumindest nicht für mich auf den ersten Blick, und versucht oder fragt sich wie man das jetzt machen soll?

L1110904-1

Auch einige Anwohner schauen ganz verlegen aus ihren Fenster, um sich dann rasch wieder hinter ihrem Vorhang zu verstecken. Ob ihnen bewusst ist, dass jemand ihren Hinterhof als äusserst spannend empfindet?
Oder ein anderes Bild, wo sich die Menge in Reih und Glied stellt um sich einen weiteren Hinterhof anzuschauen.

L1110897

Es eine weitere Station war am Limmatquai, wo wenn ich es richtig verstanden habe, ein Kran bald seinen Platz einnehmen soll und das auch noch als Kunst durchgehen soll. Der euphorische ältere Herr kam nun endlich mit der Frage auf: “Was ist eigentlich Kunst?”

L1110888

Einen schönen Ort fand ich persönlich das Grossmünster, mit den neuen Sigmar Polke Fenstern. Gerne hätte ich sie fotografiert, aber mehrere Schilder wiesen einen daraufhin bitte keine Fotos zu machen. Aus welchem Grund auch immer, sei es um die Ansichtskarten zu verkaufen wie manch einer glaubt oder aus sonst irgendeinem Grund. Wenn man mich, auch mit Schildern, darum bittet keine Fotos zu machen, dann halte ich mich daran. Ich glaube fast, dass ich die Einzige war, die sich daran gehalten hat. Nichtsdestotrotz kann ich hier ein Bild eines der Fenster zeigen, denn auch auf den “erlaubten” Weg kommt man zu Bildern der Fenster und das auch umsonst.

sigmarpolke_kf_gm_01

Insgesamt ging der ganze Spaziergang etwa 5 Stunden und endete anscheinend in Schlieren. Ich muss ehrlich zugeben, es nicht bis zum Schluss geschafft zu haben, aber es wartete ja auch keine Belohnung auf mich. Schade war, dass aufgrund der Grösse, es nicht allen und immer möglich war wirklich alles mitzubekommen. Manche Ausführungen könnte ich einfach akkustisch nicht verstehen, andere auch so nicht.

Aber der grösste Teil der Vortragenden wies darauf hin, dass man ja auch alles googeln könnte, was hier unbeantwortet blieb! Frohes googlen also!

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, sich auf den Weg zu machen und eventuell verbringe ich noch einen weiteren Sonntag so.

L1110910

Kunstdokumentation bzw. die Art und Weise wie sich Kunstschaffende im Internet präsentieren III

Oktober 12, 2009

Die dritte Art von Kunstdokumentationen, nach Foto und Film, behandelt die schriftliche Dokumentation. Anstelle der schriftlichen Dokumentation über ein Kunstwerk, habe ich mich für eine Kolumne von Candida Höfer aus dem Jahre 2007 entschieden. Erschiene ist diese auf der Seite der WirtschaftsWoche:

http://www.wiwo.de/lifestyle/schlichte-schoenheit-250938/

Warum Candida Höfer eine Kolumne in der WirtschaftsWoche erhält, sei mal ausser Frage gestellt. Die Kolumne trägt den Titel “Schlichte Schönheit” und ist jetzt nicht unbedingt eine Textdokumentation über ein Kunstwerk, sondern über die Arbeitsweise von Candida Höfer. Was aber im Endeffekt viel über ihre gesamten Kunstwerke, in diesem Fall Fotografien, aussagen kann.

Letztes Semester musste ich einen Vortrag über die Arbeitsweise von Candida Höfer bzw. ihre Arbeiten halten und war recht froh im ganzen Wirrwarr der verschiedensten Auslegungen ihrer Arbeit, sei es kunstgeschichtlicher Natur oder sonstiger, ein einfaches und ehrliches “So arbeite ich!” von der Künstlerin selbst zu lesen.

Sie beschreibt in dieser Kolumne unter anderem wie sie zu den Objekten oder in Höfer`s Fall Räumen kommt, die sie schliesslich fotografiert. Betrachtet man Fotografien von Höfer, meist öffentlich zugängliche Innenräume und fast immer menschenleer, fällt einem die Präzision auf mit dem diese Räume und zwar jedes Detail fotografiert wurde. Über diese Punkte wurde schon viel geschrieben und diskutiert, was aber Candida Höfer selbst dazu sagt, ist mir weitaus klarer und verständlicher als alles andere:

“Es sind die wiederkehrenden Strukturen, die Linien, der Lichteinfall in diesen Szenerien, auf die es mir ankommt. Auf Menschen verzichte ich, ich will ihnen nicht zu nahe treten. Was die Räume für sie sind, wird ohne sie ohnehin sichtbarer.”

Kommen wir als Letztes zu meinem Lieblingssatz aus dieser Kolumne: “Da kann ich während der zum Teil sehr langen Belichtungszeiten schon mal einen Kaffee trinken gehen.” Dabei konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen.

Meiner Meinung nach sollten Texte über Kunstwerke einem die Möglichkeit geben, das ganze einfach ein bisschen besser zu verstehen und einem die Sache näherbringen. Anstatt für Verwirrung durch überzogene Wortwahl und sonstige Stolpersteine zu sorgen. Texte sind doch dazu geschrieben gelesen zu werden, warum nicht ein bisschen Freude dabei haben.

Kunstdokumentation bzw. die Art und Weise wie sich Kunstschaffende im Internet präsentieren II

Oktober 8, 2009

Die zweite Kunstdokumentation über die ich schreiben möchte ist von Vanessa Leissring, eine junge und meiner Meinung nach aufstrebende Fotografin. Hier der erste Link zu ihrer Homepage:

http://www.vanessaleissring.com/

Diese Kunstdokumentation habe ich ausgewählt, weil sie deutlich macht wie sehr sich Kunstschaffende verlinken können bzw. auf möglichst vielen Plattformen im Internet präsent sein können.
Gibt man also Vanessa Leissring in google ein, kommen folgende Treffer.

Google-Treffer

Verfolgt man nun den ersten Treffer kommt man auf den Blog von Vanessa Leissring, auf dem sie ihre Arbeiten zeigt und wiederum weiterführende Links aufführt.

http://vanessaleissring.blogspot.com/

Vanessa Leissring

Darunter ihre MySpace-Seite und unter News der Link zu ihrem Flickr-Account http://www.flickr.com/photos/vanessaleissring/. Dort finden sich nun Fotos von der GEIST Exhibition Scala in Berlin 2009. Auch wenn es sich hier nur um ein paar Fotos von der Ausstellung handelt auf der die Künstlerin selbst mit ihren ausgestellten Werken zu erkennen ist, finde ich nichtsdestotrotz diese Art der Kunstdokumentation sehr gelungen.

Im Vergleich zu der Videodokumenation von Maria Burns vorher, hat es Vanessa Leissring geschafft fast auf allen möglichen und gut besuchten Plattformen im Internet präsent zu sein. Verfolgt man einen Link von ihr, gerät man unweigerlich auf eine weitere Seite von ihr ohne dabei das Interesse zu verlieren.

Kunstdokumentation bzw. die Art und Weise wie sich Kunstschaffende im Internet präsentieren I

Oktober 8, 2009

Und vor allem, ob sie Aufmerksamkeit für ihre Kunst damit erregen. Den ersten Link habe ich mal von einem Freund erhalten und ihn selbst wieder verschickt und öffentlich gemacht.

http://www.youtube.com/watch?v=yKDsq7l-e5A

Man sieht dort eine Frau namens Maria Burns eine Zone abkleben, die als “Hug Zone” betitelt ist. Das heisste eine Zone, in der man sich ungeniert umarmen darf und soll. Am Anfang des Videos steht die Künstlerin noch selbst in dieser Zone und animiert die Leute dazu sie zu umarmen. Das ganze findet übrigens am Union Square in New York statt. Im weiteren Verlauf des Videos kann man aus entfernter Distanz das Geschehen, diesmal ohne die Künstlerin, beobachten. Man sieht wie die vorbeigehende Menschen entweder gar nicht darauf reagieren, zum Teil nur reagieren oder mit voller Freude diese “Chance” nutzen.
Das Video endet mit dem Verweis auf die Künstlerin “By Maria Burns”.

Ich finde die Idee wie auch die Umsetzung sehr schön. Mit einfachen Mitteln werden die Mitmenschen aufgefordert sich zu umarmen und sozusagen Teil dieser Aktion zu werden. Was schade an dieser Sache ist, ist dass man weder weiss wer dieses Video gedreht hat, noch finden sich keine weiteren Verweise auf weitere Informationen über die Künstlerin.
Sucht man nun über Google nach dieser gewissen Maria Burns stösst man nach einiger Zeit auf diesen Link

http://www.burnmagazine.org/dialogue/2009/04/coming-home/

Der Autor dieser Seite ist anscheinend der Nachbar von Maria Burns, heisst David Alan Harvey und ist ein MAgnum-Fotograf.

Bild 3

Weiterhin stellt sich heraus, dass die Künstlerin selbst eine Fotografie-Studentin an der International Center of Photography Universität (http://www.icp.org/) in New York ist.

Mehr weiterführende Infos lassen sich leider nicht über Maria Burns finden. Eine schöne Kunstdokumentation also, die aber leider dort aufhört wo sie anfängt.

Oktober 1, 2009

Da ich, wie schon gesagt, selbst nicht an dieser Ausstellung war, versuche ich nun anhand von Blogbeiträgen anderer mir die Ausstellung vorzustellen.

Der erste Blog dazu ist http://artbookbb.wordpress.com/. Der Titel ist zumindestens schon mal vielversprechend: “Schade um`s Gewächshaus”.  Anscheinend war das Feuerwerk, auch schon im Pressetext mit:

“Unkontrolliert und willkürlich breitet sich das Feuerwerk aus nimmt den Raum in seinen Besitz und zerstört mit seiner gefährlichen Schönheit die räumliche Enge.”

beschrieben, ein recht Imposantes und ist manch einem Besucher im Gedächtnis geblieben. Ich habe dazu ein Video auf youtube gefunden, auf dem man nicht allzu viel erkennen kann, aber zumindestens hört man die im Pressetext ebenfalls beschriebene Akkordeonspielerin und den Sänger, welche “pausenlos spielen”.

http://www.youtube.com/watch?v=TE-Yr19e35I

Auf dem Blog wird nun zuerst einmal die räumliche Situation beschrieben und das so, dass ich sie mir schon gut vorstellen kann. Auch was dann geschieht wird recht gut geschrieben, aber mit den Interpretationen kann ich zugebenerweise nicht sehr viel anfangen.

Aber der letzte Absatz, als auch das Schlusswort: “Es tut sich einmal mehr die Frage auf, wie viel Theorie man verstehen und gelesen haben muss, um Kunst in der heuten Zeit folgen zu können?!” lassen mich darauf schliessen, dass ich eine bestimmt durchaus interessante, schön anzusehende, aber mit grossen Interpretationsspielraum gespickte Ausstellung verpasst habe.

Kunst macht wahrscheinlich meinen Alltag nicht besser, denn ich habe nichts gegen meinen Alltag, vielleicht aber manchmal ein wenig interessanter und doch auch unverständlicher.

Kunst macht Alltag besser

Oktober 1, 2009

Nach der Besprechung über den bisherigen Verlauf unsere Blogarbeiten, kam ich an der ETH vorbei und erblickte diesen Spruch mit Kreide auf die Treppen geschrieben:

DSC00879

Dilettantisch mit der Handykamera festgehalten, aber wenn Kunst den Alltag besser macht, warum dann nicht auch das Schreiben bzw. Bloggen über Kunst!

In diesem Sinne an die Arbeit..


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.