Archiv für Dezember 2009

POP is honest and so am I verstehen?

Dezember 3, 2009

Wurde in Vergangenheit schon öfters über eventuell schwer zugängliche Ausstellungen geredet, und hab ich es trotzdem bis jetzt noch nicht so erlebt, dann ist es hier definitiv das erste Mal.

Beim Betreten der Claudia Groeflin Galerie wurden wir von einem jungen Herrn darauf hingewiesen, dass es oben und unten einen Ausstellung gebe. Die Nachfrage ergab, dass sie thematisch zusammengehören und es sich also um die Ausstellung von Fabian Chiquet “Pop is honest and so am i” handelt.

Im Erdgeschoss befanden sich also verschiedene Bilder an den Wänden, zusammengestellt oder geleimt. An mehr kann ich mich auch schon nicht mehr erinnern und das einzige Foto, dass ich gemacht habe ist mir auch abhanden gekommen. Einen Stock tiefer hingen noch mehr Bilder an den Wänden, es lief Musik und man konnte sich ein Video anschauen.

Ich gebe zu, ich hätte es ja versuchen können mich mehr auf die Ausstellung einzulassen, aber ich konnte und wollte es einfach nicht.
Auf dem Boden wurde mit Klebeband “We know what you want from us”, aber nicht mal da bin ich mir noch sicher. Erstens hab ich die erste Datei in der ich das aufgeschrieben habe aus Versehen gelöscht und zweitens war es auch nicht so einfach das zu entziffern.

Meine Begleiterin fand die Ausstellung an sich verständlicher als ich. Gut, dachte ich mir, dann probiere ich es halt auf meine altbewerte Methode der ausfürlichen Informationsbeschaffung. Aber auch das brachte mich diesmal nicht wesentlich weiter. Dort erfahre ich nur, dass sich Fabian Chiquet mit dem Thema der Selbstinszenierung in der Populärkultur auseinandersetzt und selbst dieser Thematik ausgesetzt ist aufgrund seiner eigenen Band “The Bianca Story”. Sein Schaffen wurde massgeblich, hört hört, von z.B. Lady Gaga beeinflusst. Auch das geht an mir vorbei. Bis vor etwa einer Woche wusste ich nicht mal, was diese Dame für Lieder singt.
Die Zeichnungen seien Interpretationen von Pop-Themen wie Bühne, Musik, Performance und Selbstdarstellung. “Sie halten den Ausdruck von Macht und Ruhm in einer bewussten Pop-Ästhetik fest.”

Es tut mir leid, aber ich konnte mit dieser Ausstellung nichts anfangen, aber versucht habe ich es auch nicht wirklich. Ich werde mich bessern, versprochen!

Förrlibuckstrasse 62 irgendwo in Zürich

Dezember 3, 2009

Da gibt es also im Nirgendwo von Zürich ein sagen wir Bürokomplex in dem sich unter anderem auch die Masterstudenten Medien & Kunst und Theorie hin verirren müssen.

So auch wir! Herumgeführt wurden wir von Kostas Manolakis, selbst ein Masterstudent Medien & Kunst. Man kommt also in das Stockwerk in dem sich die ZHdK einquartiert hat und wird erstmal an alte Schulzeiten erinnert. Also zumindest meine alte Schule war auch mit diesem komisch riechenden, aussehende und auch anfühlenden Teppichen bestückt. Nach zwei wieteren Glastüren kommt man in einen Vorraum, mit obligatorischen schwarzen Brett und einen seltsam wirkenden kleinen Schrain vor einer der Säulen.

Nun werden wir durch zahlreiche Räume geführt, in denen sich die Atelierplätze der Studierenden befinden. Erinnern tut mich das ganze an besetzte Häuser, wo sich jeder sein eigenes kleines Reich zimmern und abgrenzen muss. Einer der Studierenden antwortet auf die Platzfrage bzw. -verteilung ungefähr so: Mit Ellenbogeneinsatz erhält man seinen Platz je nachdem also! Die Plätze sich von chaotisch bis doch noch recht ordentlich. Für viele ist auch der einzige Atelierplatz, den sie haben. Andere wiederum besitzen noch einen “Eigenen” ausserhalb der Uni.

Der erste und einzige Gesprächsbereite ist Bildhauer, macht den Master in Theorie und ist wohl auch nicht mehr der Jüngste. Was mich prompt zur Frage bewegt, warum er jetzt denn noch den Master mache?
Er meint nochmals, dass er sich immer noch klar als Bildhauer definiere, aber er wollte seiner Arbeit noch eine theoretische Grundlage geben und somit auch mehr eigene Reflexion ermöglichen. Gut, verstehe ich!

Es gibt einen Raum, in dem jeder je nachdem ob man muss oder will seine Arbeit präsentieren kann. Schön ist er nicht, aber es geht ja um die Arbeit an sich. An sich kann man laut Kostas sehr frei arbeiten und bekommt auch immer ohne Probleme Termine bei den Professoren, um die Arbeit zu besprechen. Auch sei man nicht an einen Mentor bebunden, sondern hat sozusagen gleich mehrere zur Auswahl. Es gibt auch keinen Zwang z.B. Ausstellungen machen zu müssen wenn ich mich recht entsinne, aber wenn man eine hat, reisen Dozenten auch gerne mal dorthin um sie sich anzuschauen.

Hmm, was ist noch bei mir hängengeblieben, eigentlich nicht viel, da mich der Studiengang auch nicht interessiert. Nur soviel, es scheint mir ein Recht bunter Haufen zu sein, sei es aus welcher Kunstrichtung sie kommen, was sie zuvor schon gemacht haben, wie weit sie das schon gebracht hat und wahrscheinlich auch was sie sich von diesem Master erwarten!


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