Da gibt es also im Nirgendwo von Zürich ein sagen wir Bürokomplex in dem sich unter anderem auch die Masterstudenten Medien & Kunst und Theorie hin verirren müssen.
So auch wir! Herumgeführt wurden wir von Kostas Manolakis, selbst ein Masterstudent Medien & Kunst. Man kommt also in das Stockwerk in dem sich die ZHdK einquartiert hat und wird erstmal an alte Schulzeiten erinnert. Also zumindest meine alte Schule war auch mit diesem komisch riechenden, aussehende und auch anfühlenden Teppichen bestückt. Nach zwei wieteren Glastüren kommt man in einen Vorraum, mit obligatorischen schwarzen Brett und einen seltsam wirkenden kleinen Schrain vor einer der Säulen.
Nun werden wir durch zahlreiche Räume geführt, in denen sich die Atelierplätze der Studierenden befinden. Erinnern tut mich das ganze an besetzte Häuser, wo sich jeder sein eigenes kleines Reich zimmern und abgrenzen muss. Einer der Studierenden antwortet auf die Platzfrage bzw. -verteilung ungefähr so: Mit Ellenbogeneinsatz erhält man seinen Platz je nachdem also! Die Plätze sich von chaotisch bis doch noch recht ordentlich. Für viele ist auch der einzige Atelierplatz, den sie haben. Andere wiederum besitzen noch einen “Eigenen” ausserhalb der Uni.
Der erste und einzige Gesprächsbereite ist Bildhauer, macht den Master in Theorie und ist wohl auch nicht mehr der Jüngste. Was mich prompt zur Frage bewegt, warum er jetzt denn noch den Master mache?
Er meint nochmals, dass er sich immer noch klar als Bildhauer definiere, aber er wollte seiner Arbeit noch eine theoretische Grundlage geben und somit auch mehr eigene Reflexion ermöglichen. Gut, verstehe ich!
Es gibt einen Raum, in dem jeder je nachdem ob man muss oder will seine Arbeit präsentieren kann. Schön ist er nicht, aber es geht ja um die Arbeit an sich. An sich kann man laut Kostas sehr frei arbeiten und bekommt auch immer ohne Probleme Termine bei den Professoren, um die Arbeit zu besprechen. Auch sei man nicht an einen Mentor bebunden, sondern hat sozusagen gleich mehrere zur Auswahl. Es gibt auch keinen Zwang z.B. Ausstellungen machen zu müssen wenn ich mich recht entsinne, aber wenn man eine hat, reisen Dozenten auch gerne mal dorthin um sie sich anzuschauen.
Hmm, was ist noch bei mir hängengeblieben, eigentlich nicht viel, da mich der Studiengang auch nicht interessiert. Nur soviel, es scheint mir ein Recht bunter Haufen zu sein, sei es aus welcher Kunstrichtung sie kommen, was sie zuvor schon gemacht haben, wie weit sie das schon gebracht hat und wahrscheinlich auch was sie sich von diesem Master erwarten!
